Anna-Elena Stoehr

7 Fragen an die Geschäftsführerin von ProjectEvolution.

1. ProjectEvolution – wer steht dahinter?

Ich bin Anna-Elena Stoehr. Seit 15 Jahren ist Projektmanagement meine Leidenschaft. Wobei, eigentlich noch länger. Alles begann bereits in der Grundschule. Kennst du die Abschlusshefte in welchen man seinen Steckbrief ausfüllt? So einen durfte auch ich schreiben. Eine der Fragen war jene nach dem Berufswunsch.

Meine Antwort fiel hier etwas aus der Norm. Schmunzelt. Für mich war ganz klar, dass ich Kommandantin bei den Gebirgsjägern werden möchte. Mir gefiel dabei der Gedanke, in der Natur gemeinsam mit einem Team ein herausforderndes Ziel zu erreichen.

Der Begriff des Projektmanagements war mir zum damaligen Zeitpunkt selbstverständlich noch nicht bekannt. Hätte ich ihn gekannt, da bin ich mir sehr sicher, wäre meine Wahl auf „Projektleiterin“ gefallen!

Wie dem auch sei, auf meinen beruflichen Stationen erkannte ich schnell die Schlüsselrolle eines einfachen, leicht zu integrierenden Projektmanagements. Für mich meint dies praxiserprobte Tools, die meine Projektteams effizient entlasten. Somit können sie sich auf das Wesentliche fokussieren: Nämlich das Erreichen der Projektziele. Wenn möglich immer mit Freude und Leichtigkeit!

Seit 2014 unterstütze ich Projektteams bei der Einführung bzw. der Optimierung eines praxistauglichen Projektmanagements. Gemeinsam finden wir so passgenaue Lösungen und heben das Projektmanagement auf die nächste Erfolgsstufe.

Helfe ich gerade nicht das Projektmanagement zu evolutionieren, arbeite ich erfolgreich als Sprach- und Sportlehrerin, Krisenberaterin und Logistikunternehmerin für meine beiden Söhne und meinen Mann.

2. Gibt es deiner Meinung nach ein ideales Projektmanagement?

Kundenbedürfnisse und Marktgegebenheiten verändern sich aktuell schneller denn je. Gleichzeitig hat jede Branche, jedes Unternehmen und jedes Projekt seine Besonderheiten.

Wirksames Projektmanagement muss sich daran anpassen. Denn Stillstand bedeutet Rückschritt! Und den will sicherlich niemand.

Ein auf die Situation abgestimmtes System wird diesen Anforderungen, meiner Meinung nach, am besten gerecht. Hier lautet das Zauberwort: hybrides Projektmanagement.

Ich bin kein Fan davon eine Methode auszuwählen und diese steif über eine bestehende Organisation und ihre Mitarbeiter zu stülpen. Vielmehr gilt es, die individuellen Besonderheiten zu identifizieren und positive Aspekte zu stärken.

Lass mich hier ein Beispiel nennen. Du kannst dir das vorstellen wie bei einem hybriden Auto. Der elektrische Antrieb bringt dir die Beschleunigung, der Dieselmotor die Reichweite. Und genau so ist es im Projektmanagement. Ob klassisch oder agil: Du kombinierst jene Tools und Instrumente, die zu dir und deinen Anforderungen passen.

Wichtig an dieser Stelle ist, dass innerhalb deines Teams bzw. deines Unternehmens ein einheitliches Verständnis über die Anwendung der Instrumente besteht. Sonst endet das ganze in einem riesen Chaos, welches dich lähmt und behindert. Und das, da bin ich mir sicher, will niemand! Schmunzelt.

Sicherlich gilt es einen gewissen Rahmen zu berücksichtigen. Sei es zum Beispiel, dass es einen Lenkungsausschuss geben soll oder eine bestimmte Form des Reportings gewünscht ist. Innerhalb dessen kannst du die Spielräume jedoch individuell gestalten.

Meine Erfahrungen zeigen mir, dass Teams mit hybriden Projektmanagement häufig effizienter arbeiten, kreativere Lösungen finden und das Projektziel kontinuierlich je nach Gegebenheiten bei gleichzeitiger Planungssicherheit schärfen.

Doch um auf die Frage zurück zu kommen: In meinen Augen gibt es das universelle „perfekte“ Projektmanagement nicht. Hybrides Projektmanagement ist die Projektmanagementmethode der Zukunft. Davon bin ich überzeugt. Denn so du bist in der Lage auf sich ändernde Bedingungen flexibel zu reagieren.

Die Frage ist, ob du dieses Potential zu deinem Wettbewerbsvorteil nutzt oder nicht? Grinst.





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3. Realität oder Illusion: Gibt es den perfekten Projektleiter?

Mhhh. Gute Frage!  

Die Praxis sieht doch meistens so aus: Mit steigender Berufserfahrung wachsen wir nach und nach in unsere Rolle als Projektleiter hinein. Vom Projektmitarbeiter über den Teil- zum Gesamtprojektleiter bis hin zur PMO-Leitung. Wobei PMO für Projekt Management Officer steht.

Learning by doing ist hier die Regel. Das war bei mir auch nicht anders. Ich bin zum Beispiel gelernte IT-lerin. Während meines ersten Studiums konnte ich eine Projektmanagement-Qualifikation abschließen. Dafür bin ich heute noch sehr dankbar. Denn dadurch wurde meine Leidenschaft für Projekte entfacht und ich konnte direkt im Projektgeschäft einsteigen.

Dies war damals eine Online-Agentur in Bonn. Diese Vorkenntnisse haben mir enorm in meinem Tagesgeschäft geholfen, denn ich kannte Fallstricke und Abkürzungen – zumindest theoretisch. Lehrgeld musste ich natürlich auch zahlen. Lacht. Das ist ganz klar.

Einen perfekten Projektleiter kenne ich persönlich auf jeden Fall nicht. Wir alle lernen täglich während der Projektrealisation dazu. Wir machen Fehler, Risiken treten ein und wir sammeln somit Erfahrungen. Und genau diese Erfahrungen fließen dann in unsere Projektrealisation wieder ein. Somit kann man in meinen Augen allerhöchstens zwischen erfahrenen und unerfahreneren Projektleitern unterscheiden.

Genial ist es, wenn wir von den Erfahrungen anderer profitieren können. Somit gelingt es uns den gerade beschriebenen Lernprozess durch Mentoren-Programme, Schulungen und Workshops zu beschleunigen bzw. abzukürzen.

4. Kann jeder Projektleiter werden?

Na klar! Strahlt. Das Handwerkszeug in Form von Methoden und Instrumenten lässt sich gut erlernen. Genauso wichtig ist jedoch die Praxis – ins Tun zu kommen.

Hier spielen, neben den theoretischen Grundlagen, weiche Faktoren die Hauptrolle. Anpassungs- und Änderungsbereitschaft sowie Kreativität in der Problemlösung sind nur einige Aspekte.

Zeitgleich sind Stressresistenz, eine ausgeprägte Kommunikationsstärke und situatives Führungsverhalten für mich zentrale Charaktereigenschaften. Ein guter Projektmanager oder angehender Projektleiter sollte hier, meiner Erfahrung nach, entsprechende Softskills mitbringen.

3 tages Risiko-Challenge

5. Warum ProjectEvolution? Welche Vision verfolgst du?

Bereits vor über einem Jahrzehnt begann ich verschiedene Methoden miteinander zu kombinieren. Anfangs eher unbewusst, doch mit der Zeit immer aktiver. Der Begriff des hybriden Projektmanagements war mir damals jedoch noch nicht geläufig.

Was mir aber von Anfang an klar war: Ich wollte mit meinen Teams ein Projektmanagement schaffen, welches uns dient. Der Mensch und seine Kompetenzen sollte hier im Mittelpunkt stehen. Eine Methode stupide anwenden, das fühlte sich nicht richtig an.

Als ich 2014 auf der Suche nach einem passenden Firmennamen war, fand ich diesen in ProjectEvolution – die Evolution des Projektmanagements. Genau wie wir Menschen uns evolutionsbiologisch entwickelen, so sollte es unser Projektmanagement auch. Denn nur jene, die sich anpassen können, werden in Zukunft überlebensfähig sein.

Auf meinen verschiedenen Berufsstationen konnte ich das enorme Potential eines an den individuellen Bedürfnissen ausgerichteten Projektmanagements erleben. Jedes Mal erfüllt es mich mit Freude zu sehen, wie Optimierungsideen umgesetzt werden, Teams ihre Gummibänder lösen und ins Handeln kommen. Mein praxiserprobtes Fachwissen möchte ich dazu nutzen, um Projektteams und somit Firmen erfolgreicher zu machen. Das ist meine Passion!

6. Kannst du uns hier ein Beispiel nennen? Mit wem arbeitest du zusammen?

Na klar, gerne!

So half ich zum Beispiel einem mittelständisches Unternehmen zu einem einheitlichen  Projektmanagement. Jedes Projekt-Team hatte zum Start meiner Arbeit sein eigenes Projektverständnis und Vorgehen bei der Projektrealisation.

So definierte das eine Team vorab seine Projektziele, andere taten es nicht. Eine Abteilung betrieb aktives Risikomanagement, andere fand dies wiederum übertrieben und zu aufwendig.

Gemeinsam mit den Teams und dem Management gelang es mir hier mit einem unternehmensweiten Projektmanagement-Handbuch einen akzeptierten Leitfaden zu entwickeln und einzuführen. Gleichzeitig konnte so ein einheitliches Verständnis in Bezug auf die Projektdefinition und die anzuwendenden Tools gefunden werden.

Das Ergebnis: Alle haben zu jedem Zeitpunkt den Überblick über Ziele, Risiken und den aktuellen Stand in Bezug auf Zeit, Kosten und Qualität. Perfekt, oder?

Gleichzeitig ist ein Austausch von Experten zwischen den Teams ohne größere Rüstzeiten möglich, denn alle arbeiten mit dem gleichen System. Auch werden Erkenntnisse aus der Vergangenheit dokumentiert und helfen unternehmensweit aktuelle und zukünftige Projekte zu optimieren.

Schmunzelt. Diese Erfolgsgeschichte begeistert mich, immer wieder! Besonders da ich noch immer positives Feedback der Mitarbeiter erhalte. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet!

Das geniale daran: Meist braucht es nur wenige Impulse von außen und ein Team schafft es von innen heraus sein Projektmanagement in das nächste Zeitalter zu heben. In meinen Augen die perfekte Ausgangslage für leistungsstarke und erfolgreiche Unternehmen.

Doch nun zum zweiten Teil deiner Frage: Mit wem arbeite ich zusammen?

Ich liebe es, wenn ich viel bewegen kann. Dies gelingt besonders gut bei Teams, die noch keinen professionellen Ansatz im Projektmanagement gefunden haben. Jene die organisch gewachsen sind, jetzt an der Schwelle zum nächsten großen Schritt stehen und hierfür ein effizientes und praxiserprobtes Projektmanagement suchen. Also StartUps und klassische KMUs.

7. Dein angegebenes Motto lautet: „When nothing goes right, go left!“ – warum?

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Projekte laufen nie wie geplant!

Hast du von Anfang an „die perfekte Lösung“ im Kopf, beschränkst du deinen Horizont enorm. Für Ziele gibt es meist mehrere Lösungsalternativen. Du musst sie finden, in der jeweiligen Situation bewerten und bereit sein diese zu realisieren.

Gleichzeitig sollte es dir jedoch nicht an Flexibilität fehlen, um auf Unvorhergesehenes kreativ reagieren zu können. So kann sich ein auf den ersten Blick unliebsamer Umweg als eine tolle Chance entpuppen.

Zeitgleich erinnert mich mein Motto daran, dass Projekte – und man selbst – auch scheitern können. Scheitern ist für mich nichts Negatives. Es ergibt sich hieraus immer eine neue Option und wenn es der Neustart ist.„When nothing goes right, go left!“ fordert mich auf, aus meinen Erfahrungen der Vergangenheit zu lernen und alternative Lösungsmöglichkeiten zu finden. Einfach mal stehen bleiben, umdrehen und schauen, was es links und rechts des Weges zu entdecken gibt! Lacht.